„Kultur im Fluss“ 30.06. bis 12.07.2026
Der IM-PUILs beteiligt sich zum fünften Mal an den Kulturwochen im Norden Gießens. Wir finden dieses Netzwerk toll und geben hier einen Überblick:
Fünf Jahre „Kultur im Fluss“: Kulturreihe setzt erneut Akzente im ländlichen
Raum
Mit ihrer fünften Ausgabe startet die Veranstaltungsreihe „Kultur im Fluss“ in diesem Sommer erneut in den Kultursommer der Gießener Lahntäler. Vom 30. Mai bis zum 12. Juli 2026 stehen mehr als 40 Veranstaltungen auf dem Programm und machen einmal mehr sichtbar, wie lebendig und vielfältig die Kulturszene zwischen Lahn, Lumda, Wieseck und Salzböde ist.
Was 2022 mit der Idee begann, bestehende Kulturangebote der Region stärker miteinander zu vernetzen und über Ortsgrenzen hinaus sichtbar zu machen, hat sich inzwischen zu einer festen Größe im regionalen Veranstaltungskalender entwickelt. Aus den ursprünglichen Kulturwochen entstand dabei nicht nur eine erfolgreiche Veranstaltungsreihe, sondern auch ein aktives Kulturnetzwerk aus Veranstaltern, Vereinen, Künstlerinnen und Künstlern sowie Kommunen der Region.
Im Mittelpunkt von „Kultur im Fluss“ stehen dabei nicht große Hallen oder anonyme
Veranstaltungsorte, sondern gerade jene kleinen Spielstätten, die den besonderen Charakter der Reihe ausmachen: ehemalige Wartesäle, historische Dorfkneipen, alte Pfarrhöfe, Scheunen, Kirchen oder liebevoll gestaltete Gartenanlagen. Orte mit Geschichte, die Kultur auf persönliche und unmittelbare Weise erlebbar machen.
Die besondere Stärke des Netzwerks liegt dabei vor allem in der Zusammenarbeit seiner Akteure.
Statt Konkurrenzdenken stehen gegenseitige Unterstützung, gemeinsame Planung und der Austausch von Erfahrungen im Vordergrund. Selbst Terminüberschneidungen ähnlicher Veranstaltungsformate werden inzwischen gemeinschaftlich abgestimmt – ein Ansatz, der in dieser Form weiterhin selten ist und bereits 2023 mit dem Sonderpreis des Landkreises Gießen im Rahmen des Förderpreises „Kulturregion Landkreis Gießen“ ausgezeichnet wurde.
Dass Kultur im ländlichen Raum zunehmend wahrgenommen wird, zeigt sich auch an der Entwicklung der vergangenen Jahre. Viele Veranstaltungen haben sich fest etabliert und erreichen längst Besucherinnen und Besucher weit über die Region hinaus. Gleichzeitig entstehen immer wieder neue Ideen, Veranstaltungsformate und Kooperationen.
Auch das diesjährige Programm verbindet erneut Konzerte, Theater, Literaturveranstaltungen, Kinderprogramm, Lesungen, Feste und Ausstellungen. Bereits am Auftaktwochenende laden gleich mehrere Veranstaltungen zum Start in den Kultursommer ein: Dazu zählen unter ein Konzert von Bluesgold im Bing sowie ein Kulturcafé in Daubringen mit dem Absinto Orkestra und einer begleitenden Ausstellung eines ukrainischen Künstlers.
Vorgestellt wurde das Programm in diesem Jahr im Burggarten Londorf. Mit dem neuen Pächter der Schankwirtschaft gewinnt dieser traditionsreiche Ort erneut an Bedeutung als kultureller und touristischer Treffpunkt der Region und steht damit beispielhaft für das Anliegen von „Kultur im Fluss“: Bestehende Orte wieder mit Leben zu füllen und Kultur dort erlebbar zu machen, wo Menschen zuhause sind.
Projektbeauftragte Anna Erb betonte bei der Vorstellung des Programms vor allem die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements hinter den Veranstaltungen: „Kultur im ländlichen Raum lebt vom persönlichen Einsatz vieler Menschen vor Ort. Dass wir inzwischen erneut über 40 Veranstaltungen im Programm haben, zeigt, wie viel kulturelle Energie in unserer Region steckt.“
Das vollständige Programm ist ab sofort unter www.giessener-lahntaeler.de abrufbar und liegt in gedruckter Form in den Rathäusern der sechs beteiligten Kommunen aus – oder kann über die zuvor genannte Adresse direkt kostenlos nach Hause bestellt werden.

